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Wasserbett mit erstärkten Ecken -Es gibt die "Echten"
und die "Möchtegerne"!
Es gibt nur wenige Wasserbettsysteme bei denen die Ecken wirklich verstärkt
sind und es sich nicht nur um sogenannte "Pracht-Ecken" handelt. "Pracht
Ecken" sind leicht zu erkennen. Wenn Sie mit der Hand über die Ecke
fahren und diese nicht dicker wirkt als das restliche Vinyl, handelt es sich
nur um eine zusätzliche Werbefläche oder einen Gimmik. "Pracht
Ecken" sind sogar anfälliger als eine einfach verschweisste Ecke mit
sauberer Naht, da nur unnötig viele Schweißnähte entstehen
und diese weniger elastisch sind als das restliche Vinyl.
Wirklich verstärkte
Ecken sind bereits einfach verschweisst und es wird zusätzlich eine zweite
Schicht hochfrequenzverschweißt . Dadurch wird mehr Schutz geboten und
das Material nicht unnötig durch mehr Schweissnähte belastet.
Ideal wäre ein Wasserkern ohne Schweissnaht, das gibt es aber noch
nicht. Die
Wasserbetten welche so aussehen als hätten sie keine Schweißnaht
tragen diese innen.
Ob eine Schweißnaht außen oder innen liegt spielt für die Langlebigkeit
keine Rolle, sondern dient lediglich der Optik.
Häufig wird gestritten ob verstärkte Ecken besser sind oder unverstärkte. Man kann positives zu allen Varianten finden. Wenn der Hersteller aber bereits seit Jahren mit einer Variante arbeitet kann man aber davon ausgehen, das er seine Bauweise anderen gegenüber vorzieht. Verstärkte Ecken machen immer dann auf jeden Fall Sinn, wenn es um Sicherheitswannen geht. Nur wenige Hersteller machen sich die Mühe ihre Sicherheitswannen genauso aufwendig zu fertigen wie die Wasserkerne, obwohl es sinnig wäre. Siehe dazu auch den Bereich Komponenten auf dieser Homepage.
Vorgestanztes
Wasserbett-Vinyl
Eine der gefährlichsten Gimmiks ist das vorgestantze Vinyl, bei dem die
Oberfläche mit runden oder linearen Mustern versehen ist, die ein noch
druckfreieres Liegen aufgrund höherer Nachgiebigkeit leisten sollen. Das
Gegenteil ist aber der Fall. Die ungedehnten Vinylstellen werden weitaus stärker
belastet und der Körper liegt wie auf einem Hängemattennetz, was zu
einer höheren Punktbelastung der Körperteile führt. Das gedehnte
Material ist dünner als die restliche Fläche und anfälliger gegenüber
der Verhärtung durch Weichmacherverlust und Körpersalzen. Dadurch
wird die Gefahr höher das ein Leck im Wasserbett entstehen kann. Die Prägung
wird nämlich durch Erwärmung und Streckung der von der Rolle kommenden
Folie erreicht. Dieser Vorgang sorgt dafür das dass Material bereits bei
der Herstellung erheblich durch die Weichmacheremigration und Dehnung altert.
Lebensmittelechte oder Schwermetallfreie Folie für Wasserbetten
Viele Anbieter
werben damit das ihre Folie lebensmittelecht ist, aber bei den meißten
ist dies leider nur ein Werbegag, der natürlich auf Kosten des Verbrauchers
geht. Natürlich gibt es Lebensmittelechte Folie, aber man sollte sich auf
jeden Fall eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des Lieferanten
geben lassen, oder eine detaillierte Beschreibung der Inhaltsstoffe der verwendeten
Folien. Wenn der Verkäufer dies nicht kann, sollte man eher die Finger
davon lassen. Wer hat nicht schon Horrorstories über schwermetallbelastete
Babyschnuller oder ähnliches gelesen.
Man sollte sich aber darüber im klaren sein, dass ein lebensmittelechtes
Vinyl nicht unbedingt auch langlebig ist. Weichmacher (darunter auch Schwermetalle)
sind Inhaltsstoffe in Wasserbettfolien um die Matratze dauerelastisch zu halten,
andernfalls härtet die Matratze bereits nach wenigen Jahren aus und das
Vinyl wird brüchig. Sie machen ca. 35% der gesamten Folie aus. Die gewöhnlicherweise
in Wasserbetten verwendeteten Weichmacher wandern langsam aber stetig nach innen
und außen aus der Wasserbettfolie aus. Deswegen wird gerne ein hoher ppm-Gehalt
(Messwert) bei Wasserbetten eingefügt um die Folie langlebiger zu machen.
Häufig liest man das eine bestimmte Folie nur einen sehr niedrigen Cadmiumgehalt
hat. Warum
gerade immer Cadmium erwähnt wird, weiss ich auch nicht. Vielleicht weil
dieses noch das ungefährlichste der Schwermetalle ist.
Wenn aber das Cadmium weggelassen wird, muß mit anderen Weichmachern gearbeitet
werden. Davon gibt es schädliche als auch unschädliche. Wenn man nur
den Gehalt der Weichmacher insgesamt reduziert wird die Folie nur schneller
brüchig.
In Deutschland ist zum Beispiel ein Cadmiumgehalt von unter 100ppm
erlaubt. Seriöse Hersteller haben Nachweisblätter über den Gehalt
an Schwermetallen in Ihrer Folie. Einfach anfordern. Wer Ihnen diese nicht liefern
kann oder will, sollte entweder das TOX-PROOF Zeichen vom TÜV für
seine Wasserbett-Folien besitzen oder das noch strengere ÖKOTEX Klasse
1 oder 2 Zertifkat. Aber achten Sie darauf das die Zertifkate für die Folie
gelten und nicht irgendwelche Textilien des Wasserbettes. Von allen die Ihnen
nur ungenügend Auskunft geben lieber die Finger lassen!
In China werden zum Beispiel gerne Abfälle aus der Teerproduktion zum Straßenbau
als billiger Weichmacher/Stabilisator für Kunststoffe beigemengt. Da niemand
beim Import kontrolliert was in der Folie ist, kann man prinzipiell alles zur
Produktion von Wassermatratzen verwenden was man möchte. Es sei denn man
hat TÜV oder Ökotex-Siegel für seine Produkte, denn die werden
regelmäßig kontrolliert.
Das Vinyl gibt es in sehr vielen Qualitäten. Wassermatratzen aus den USA
und Asien die als Noname-Produkte vertrieben werden haben häufig sehr hohe
Schwermetallwerte und es werden teilweise bedenkliche Weichmacher verwendet.
In den USA gibt es Wassermatratzen für 50 US $ bis 3000 US$. Die teuereren
Matratzen haben neben vielen anderen Unterschieden zumeist auch einen geringeren
Gehalt an Schadstoffen, da für die Produktion der Folie teuerere Inhaltsstoffe
verwendet werden können.
Die DIN 71 Absatz
3 ist nichts als eine Flammschutzverordnung und sagt über die Qualität
der Matratze eigentlich gar nichts aus. Es wird aber gerne mit ihr geworben,
wenn sonst kein Zertifikat zur Hand ist. Hört sich ja zumindest nach irgendeiner
wichtigen Richtlinie an.
Mittlerweile gibt es sehr gute Folien die weit gesünder und langlebiger
sind als die alten Wasserbettvinylsorten mit z.B. DEHP und DEP-Weichmachern.
Man nennt diese neuen in den Folien verwendeten Weichmacher "polymere
Weichmacher".
Sie werden von den beiden Konzernen BAYER-Chemie und BASF-Chemie produziert.
Wenn zum Beispiel eine Folie nur Mesamoll 2 (polymerer Weichmacher von BAYER) als Weichmacher enthält, und ein passender Stabilisator verwendet wurde, so ist die Folie völlig Schwermetallfrei und dazu noch weitaus langlebiger. Der Konzern wirbt mit einer mindestens 100 bis 400% längeren Lebensdauer als bei gewöhnlichen Weichmachersorten.
Diese teuereren polymeren Weichmacher werden bisher nur in Europa für die Produktion von Wasserbetten verwendet. In den USA gibt es sie nur in den Luxusmodellen von wenigen Herstellern.
Eingebettete
Plastikferdern im Flies des Wasserbettkerns
Sollen laut Aussage der amerikanischen oder asiatischen Hersteller zu einer
besseren Körperunterstützung führen. Da stellt sich dann doch
die Frage, warum überhaupt noch Wasser in den Wasserkern? Diese Matratzentypen
sorgen erwiesenermaßen für einen höheren Auflagedruck und werden
entgegen dem System Wasserbett gefertigt. Ein wirklich toller Gimmick, der zwar
vielleicht in der Skizze schön anzusehen ist und nach mehr wirkt, aber
keinen positiven Effekt erzielt.
Hydraulik-
oder Kammersysteme - eine Wasserbett Unterkategorie
waren Zeitweise sehr beliebt und tauchen immer wieder auf. Bei diesen Systemen
sind schwimmende Folienkammern in der Matratze integriert, schlimmstenfalls
sogar fest verschweisst. Diese sind wiederum mit einem Loch versehen, aus denen
das Wasser ein- und austreten kann. Von der Idee vielleicht gar nicht so schlecht,
leider aber oft mit hohem Auflagedruck aufgrund der integrierten Schwimmer verbunden,
schwer zu entleeren und aufgrund der vielen Schweißnähte und Einzelelemente
recht anfällig. Also besser die Finger davon lassen.
Wasserbett
- Schlauchsysteme
werden Systeme genannt in denen sich keine großen Wasserkammern befinden,
sondern einzelne Schläuche. Es handelt sich dabei um Systeme die nicht
als Wasserbett bezeichnet werden können, obwohl sie mit Wasser befüllt
werden. Diese Systeme wurden bereits bei Stiftung Wahrentest getestet und zurecht
schlecht bewertet.
Dadurch das schmale
Schläuche verwendet werden erhöht sich der Auflagedruck und die Zahl
der Schweissnähte und Schwachstellen gewaltig. Der Liegekomfort ist absolut
nicht mit einem richtigen Wasserbett vergleichbar und zwischen den Schläuchen
kommt es zu Wärmestau.
Thermoleitfolie,
Regeneratfolie auf der Unterseite des Wasserbettes, oder einfach nur schwarzes
Vinyl?
Oft wird eine schwarze Folie an der Unterseite des Wasserbettes verwendet. Diese
Soll Wärme speichern, oder sie besser abgeben. Sie wird oft Thermoleitfolie
genannt oder von schlitzohrigen Verkäufern sogar als Kohlenstoffbeschichtete
Folie angepriesen. Es handelt sich in Wirklichkeit aber um schwarz gefärbtes
Vinyl - nichts anderes. Zumindest konnten wir bisher keinen Hersteller finden
der tatsächlich ein Vinyl auf der Unterseite verwendet welches bei chemischen
Untersuchungen das Gegenteil beweisen konnte. Also reine Verarsche, entschuldigen
Sie den Ausdruck!
Selbst wenn man einen tollen energiesparenden Stoff verwenden würde, muß
man als Verbraucher wissen, dass Schweißnähte immer nur dauerhaft
halten, wenn Stoffe zusammengefügt werden, die von der Zusammensetzung
und Materialbeschaffenheit gleich sind. Ein Metallverarbeiter kann diese Tatsache
für seinen Berufszweig bestätigen. Bei Folienverarbeitung ist das
nicht anders. Begründen kann man dies mit vielen Argumenten wie unterschiedliche
Materialdehnung bei Wärmeeinfluss, unverträgliche Ihnhaltsstoffe...
Manchmal werden
billigere Regeneratfolien auf der unbewegten und kaum beanspruchten Unterseite
der Wassermatratze verarbeitet, selbst mit Wissen des vorhergehenden Argumentes.
Leider entstehen dadurch zusätzlich noch mehr Schweißnähte (zusätzliches
Viereck auf der Unterseite), was zu einem höheren Risiko für die Dauerhaltbarkeit
der Matratze führt. Mehr Schweißnähte bedeuten immer auch mehr
Schwachstellen am Wasserbett.
Selbst wenn nur damit geworben wird, dass die Farbe Schwarz Wärme besser
überträgt als hellere Farben kann dieses Argument bei Wasserbetten
absolut nicht greifen. Es ist nunmal bei einem Wasserbett so, dass es bei der
Wärmeübertragung rein um Kontaktwärmefluss geht und nicht um
Strahlungswärme, wie zum Beispiel bei Sonneneinstrahlung.
Leichtgewicht
- Wassermatratzen
Diese Systeme sollen den Vorteil bieten, dass man sie auf jede Lattenroste legen
kann, ohne das man ein Podest mit Bodenplatten benötigt. Zudem sind sie
um einiges leichter als echte Wasserbetten, wodurch man sie auch auf Holzdecken
aufstellen kann. Das tollste ist, sie sollen denselben hohen Liegekomfort bieten
wie eine richtige Wassermatratze. - Hört sich nicht schlecht an, oder?
Leider ist es aber nicht so toll wie es sich anhört. Diese Abart von Wasserbettsystemen
hat einen weitaus niedrigeren Wasserkern mit einer Höhe von 3 bis 15 cm,
je nach Typ. Darunter oder darüber befindet sich Schaumstoff. Wenn sich
der Schaumstoff auf dem Wasserkern befindet, ist der Wasserbettkomfort von vornherein
nicht vorhanden, da der Auflagedruck durch den Schaumum ein vielfaches erhöht
wird.
Wenn sich der Schaumstoff darunter befindet drückt er sich bereits nach
wenigen Monaten immer mehr ein, wodurch natürlich der Liegekomfort gestört
wird. Man füllt also Wasser nach. Die mitgelieferten Wasserkerne sind aber
nur so hoch wie es benötigt wird, wenn der Schaum seine normale Höhe
hat. Der Wasserkern wird also durch das auffüllen prall. Man liegt dann
nicht mehr im Wasserbett sondern auf einem prall gefüllten Wassersack,
was nicht gut für den Rücken ist und sicher auch nicht nach dem Gedanken
des Erfinders, der darauf wartet das Sie sich langfristig wieder einen neuen
Schaum kaufen um das Problem wieder zu beheben. Denn Garantie gibt es auf Schaumwannnen
nur bei Ausnahme.
Für schwere Personen sind diese Systeme ohnehin nicht geeignet.
Desto höher der Wasserkern ist, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit das Ihre Lattenroste die zusätzliche Belastung nicht lange aushält, wodurch Sie auf kurz oder lang gezwungen sind doch etwas wie ein Podest unter die Matratze zu setzen.
Der verwendete Schaum ist meistens nicht mit einem Stoff ummantelt und somit entzieht er der Sicherheitswanne und dem Wasserkern die zur Dauerhaltbarkeit unbedingt notwendigen Weichmacher.
Den Po kann man sich zudem auch noch schnell verbrennen, da die Heizmatte viel zu nah unter Ihrem Körper liegt. Sie darf nämlich nicht unter dem Schaum liegen, sonst brennt die Heizmatte und der Schaum.
Als Not- oder Reisebett sicherlich besser als nichts, aber keineswegs vergleichbar mit einer vollvolumigen Wassermatratze.
Wasserbett
ohne Heizung
Es gibt Systemanbieter die mit Wasserbetten werben die keine Heizung benötigen.
Man benutzt bei diesen Ssystemen angeblich wärmereflektierendes Vinyl.
Wir glauben eher das es an dem sehr dicken Bezugsstoffen liegt. Diese beeinträchtigen
den Liegekomfort extrem, da man mehr auf Polsterstoff liegt als auf Wasser.
Zudem muß bei Wasserbetten die Schwitzfeuchtigkeit durch Wärme fortgetragen
werden. Da das Wasserbett nicht offenporig ist und die Matratze somit nicht
von unten belüftet wird. Die Folge ist das sich entweder Stockflecken (Schimmel)
in der Auflage bilden, Sie in Ihrem eigenen Saft liegen, oder die Flüssigkeit
sogar in die Sicherheitswanne läuft, wodurch das Wasserbett irgendwann
anfängt zu stinken. Dazu kommt noch Kondenswasser, wenn das Wasserbett
dauerhaft nicht beheizt wird, da der Wasserkern kälter ist als der beheizte
Wohnraum.
Das wichtigste aber ist, dass gerade das eingebaute Heizsystem einer der größten Vorzüge eines Wasserbettes ist. Man kann sich das Wasserbett immer angenehm temperieren, Sommer wie Winter. Die Wärme sorgt für die Entspannung der Muskulatur und läßt Sie schneller und tiefer ein-/schlafen.